Bundesregierung
Innerhalb der Bundesregierung sind in erster Linie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) für Fragen der nachhaltigen Tourismusentwicklung zuständig. Untergeordnete Behörden, aber auch weitere Ministerien beschäftigen sich jeweils mit Teilbereichen der Tourismuspolitik. Auf Bundesebene bestimmt der Vollausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages die Politik der Bundesregierung mit (siehe auch "Bundestag").
Tourismusentwicklung als sektorübergreifende Aufgabe wird von der Gesetzgebung auf Bundesebene in verschiedenen Bereichen berührt, darunter die Bundesgesetze für Bau und Raumplanung, Naturschutz, Forsten, Wasser, Abfall, Emissionen, Lärm und Umweltverträglichkeitsprüfung.
Der Bund gibt aber lediglich die Rahmenbedingungen für die Tourismusentwicklung vor, da Strategien zur Tourismusentwicklung und -planung auf der Ebene der Bundesländer entwickelt und umgesetzt werden. Eine nationale Strategie für nachhaltigen Tourismus auf Bundesebene gibt es daher auch noch nicht. Im "Bund-Länder-Ausschuss Tourismus", in dem das BMWi und die für Tourismus zuständigen Ministerien der Bundesländer vertreten sind, werden Fragen des Tourismus zwischen Bund und Ländern abgestimmt.
Die Bundesregierung unterstützt jedoch die Entwicklung des nachhaltigen Tourismus in Deutschland durch die Förderung von Projekten verschiedener Träger, darunter Modellprojekte zur Integration von Tourismus in Strategien der nachhaltigen Entwicklung, die Entwicklung von Viabono, die nachhaltige Nutzung von nationalen Naturlandschaften sowie Konferenzen und Fortbildungen zum nachhaltigen Tourismus.
Auf Bundesebene wurden verschiedene Materialien zum nachhaltigen Tourismus entwickelt und veröffentlicht, unter anderem durch die Deutsche Zentrale für Tourismus und das Bundesamt für Naturschutz.
Im Rahmen einer Reihe von Programmen der Entwicklungszusammenarbeit in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) internationale Bemühungen und bilaterale Maßnahmen im Bereich nachhaltiger Tourismus.
Deutschland kooperiert mit verschiedenen internationalen Initiativen und Netzwerken, wie z.B. CIPRA, EUROPARC oder ICLEI (International Council for Local Environmental Initiatives) die sich in verschiedenen Bereichen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung einsetzen.
Darüber hinaus ist Deutschland an verschiedenen Programmen und Prozessen auf EU- und internationaler Ebene beteiligt, die sich ebenfalls für die Förderung eines nachhaltigen Tourismus einsetzen. Zu nennen sind hier insbesondere:
- auf EU-Ebene: die Baltic Agenda 21, die Local Agenda 21 for Tourism, der Umweltaktionsplan der Europäischen Kommission, die Expertengruppe des Europarats zu Tourismus und Umwelt, das Tourismusprotokoll der Alpenkonvention,
- auf internationaler Ebene: das Klimabündnis, der Antarktisvertrag, das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) mit den „Richtlinien über biologische Vielfalt und Tourismusentwicklung“ und die Kommission der Vereinten Nationen zur Nachhaltigen Entwicklung (CSD)
CBD
Als Mitunterzeichner des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) hat die Bundesrepublik Deutschland für die Berücksichtigung des nachhaltigen Tourismus die Initiative ergriffen: Unter Federführung des Bundesumweltministeriums wurden die Richtlinien im Rahmen der CBD-Gremien entwickelt und auf der CBD-Vertragsstaatenkonferenz im Februar 2004 als „Richtlinien über biologische Vielfalt und Tourismusentwicklung“ angenommen. (siehe auch "Internationales - CBD-Richtlinien")
Die Bundesregierung fördert Modellvorhaben zur Umsetzung der Richtlinien in Deutschland. (mehr dazu siehe unter den Ministerien).
Tourismusberichte der BR
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) verfasst regelmäßig den tourismuspolitischen Bericht der Bundesregierung. Darin wird die aktuelle Situation der Tourismuswirtschaft in Deutschland analysiert und die Grundzüge der Tourismuspolitik der Bundesregierung sowie die Ziele und Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern erörtert. Der Bereich Tourismus und Umwelt ist ein fester Bestandteil dieser Berichte. Es werden die Umweltauswirkungen des Tourismus beschrieben und Maßnahmen zugunsten einer nachhaltigen Tourismusentwicklung genannt.
Der Bericht zur Konzeption der Bundesregierung für den Bereich „Umweltschutz und Tourismus“ sowie entsprechenden Initiativen, den die Bundesregierung auf Beschluss des Bundestages zur umweltverträglichen Entwicklung des Tourismus (BT Drs. 13/4217) im Jahr 2002 vorlegte, analysiert die Umweltauswirkungen des Tourismus und benennt Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung zu Umweltschutz und Tourismus.
In ihrem Länderbericht zum Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 (Rio +10) beschreibt die Bundesregierung ihre Aufgaben und Aktivitäten im Bereich des nachhaltigen Tourismus.
Zum Download:
Tourismuspolitischer Bericht der Bundesregierung 1998
Tourismuspolitischer Bericht der Bundesregierung 2000
Tourismuspolitischer Bericht der Bundesregierung 2003
Tourismuspolitischer Bericht der Bundesregierung 2008
Konzeption der Bundesregierung für den Bereich „Umweltschutz und Tourismus“ 2002
Länderbericht Deutschland zum Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 (Engl.)
Ministerien, Ämter und Gremien
Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Ministerien, Behörden und Gremien für eine nachhaltige Tourismuspolitik auf Bundesebene. Unter „Mehr Informationen“ erhalten sie jeweils eine Kurzbeschreibung der Institution und ihrer Projekte im Bereich nachhaltiger Tourismus sowie die Internetadresse.
BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ist innerhalb der Bundesregierung federführend verantwortlich für die Umweltpolitik des Bundes.
Mehr Informationen zum BMU
Zur Homepage http://www.bmu.de
BfN - Bundesamt für Naturschutz
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums.
Mehr Informationen zum BfN
Zur Homepage http://www.bfn.de
UBA - Umweltbundesamt
Das Umweltbundesamt (UBA) ist die wissenschaftliche Umweltbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
Mehr Informationen zum UBA
Zur Homepage http://www.uba.de
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Bundesministeriums für Bildung, Forschung und Innovation beschäftigt sich mit auch mit den Themen Mobilität sowie Förderung in den Bereichen Umwelt, Klima, Ökologie und Gesundheit.
Mehr Informationen zum BMBF
Zur Homepage http://www.bmbf.de
BMFSFJ - Bundesfamilienministerium
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) setzt sich innerhalb der Bundesregierung für die Berücksichtigung der Familieninteressen ein und gestaltet Familienföderung.
Mehr Informationen zum BMFSFJ
Zur Homepage www.bmfsfj.de
BMELV - Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Der Bereich Tourismus wird im BMELV insbesondere aufgrund der dortigen Zuständigkeit für den Bereich "Urlaub auf dem Bauernhof", den ländlichen Tourismus und die nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum berührt.
Mehr Informationen zum BMELV
Zur Homepage http://www.verbraucherministerium.de
BMWi - Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Das BMWi ist auf der Bundesebene die federführende Institution für alle Tourismusfragen.
Mehr Informationen zum BMWi
Zur Homepage http://www.bmwi.de
BMZ - Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit
Das BMZ fördert nachhaltige Tourismusentwicklung vor allem als Teilmaßnahme im Rahmen umfassender Vorhaben der Regionalentwicklung und des Umweltschutzes.
Mehr Informationen zum BMZ
Zur Homepage http://www.bmz.de
GTZ - Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH
Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ist ein Unternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung.
Die Kompetenzen und Erfahrungen der GTZ sind seit dem 1. Januar 2011 zusammen mit dem Deutschem Entwicklungsdienst (DED) gGmbH und Inwent Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH in der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gebündelt.
Zur Homepage der GIZ http://www.giz.de
BMVBS - Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Das BMVBS berührt den Bereich Tourismusentwicklung im Rahmen von Projekten zur umweltfreundlichen Mobilität.
Mehr Informationen zum BMVBS
Zur Homepage http://www.bmvbs.de
BBR - Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Das BBR ist gleichzeitig Bundesoberbehörde und anerkannte Forschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.
Mehr Informationen zum BBR
Zur Homepage http://www.bbr.bund.de
BMG - Bundesministerium für Gesundheit
Zu den zentralen Aufgaben zählt, die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Pflegeversicherung zu erhalten, zu sichern und fortzuentwickeln. Ein Schwerpunkt des Ministeriums im Gesundheitsbereich ist die Prävention. Bewegung ist ein probates Mittel zur Gesundheitsvorsorge.
Mehr Informationen zum BMG
Zur Homepage: http://www.bmg.bund.de/
BZgA - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fördert gesundheitsgerechtes Verhalten durch Information und Aufklärung.
Mehr Informationen zur BZgA
Zur Homepage http://www.bzga.de
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung berät die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitspolitik.
Mehr Informationen zum Rat für Nachhaltige Entwicklung
Zur Homepage http://www.nachhaltigkeitsrat.de
SRU - Sachverständigenrat für Umweltfragen
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) ist ein wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung.
Mehr Informationen zum SRU
Zur Homepage http://www.umweltrat.de