CSD-Arbeitsprogramm

Für Tourismus existiert in dem auf der ersten Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahre 1992 in Rio de Janeiro verabschiedeten Zukunftsprogramm für eine nachhaltige Entwicklung „Agenda 21“ kein gesondertes Kapitel, obwohl der Tourismus einerseits großen Einfluss auf soziale Gemeinschaften, kulturelle Werte und natürliche Ressourcen ausübt und andererseits einen weltweit bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt. Die für die Begleitung des Umsetzungsprozesses der Agenda 21 eingerichtete „Kommission für nachhaltige Entwicklung“ wurde deshalb 1997 von den Vereinten Nationen beauftragt, auf einer ihrer jährlich stattfindenden Konferenzen das Thema „Nachhaltige Entwicklung des Tourismus“ zu behandeln. Auf der 7. Konferenz der CSD im Jahr 1999 wurde daraufhin ein konkretes Arbeitsprogramm verabschiedet, das sich an die Akteure aus Politik, Tourismuswirtschaft und Nichtregierungsorganisationen gleichermaßen richtet. Unter Koordination des Ö.T.E. hatten sich im Vorfeld dieser Tagung deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisationen zusammengeschlossen und mit einem eigenen Positionspapier „Tourismus und nachhaltige Entwicklung“ direkt zur Konferenz beigetragen.

Die Aufgaben des CSD-Arbeitsprogramms beinhalten unter vielen anderen die Aufforderung zur Entwicklung und Umsetzung nationaler Strategien für eine nachhaltige Tourismusentwicklung, zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit und Beratung mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen bei der Entwicklung umwelt-, sozial- und kulturverträglicher Formen des Tourismus sowie zur Bereitstellung geeigneter Verbraucherinformationen und den Aufruf zur Erarbeitung entsprechender Leitlinien und Zielvorgaben sowie der Entwicklung geeigneter Managementsysteme in der Tourismuswirtschaft.