Bündnis 90/ Die Grünen
Forderungen grüner Tourismuspolitik im Bundestag (einige Auszüge):
Aus dem Wahlprogramm der Grünen zur Bundestagswahl 2005:
Nur schonender Tourismus, der auf Natur und Kultur Rücksicht nimmt, ist nachhaltig und somit zukunftsfähig. Diesen wollen das Bündnis 90/Die Grünen fördern und ausbauen. Sanfter Tourismus ist gezielt zu fördern, einschließlich einer ökologischen Verkehrsinfrastruktur.
Mecklenburg-Vorpommern hat die höchsten Wachstumsraten des Tourismus in ganz Deutschland, dies liegt nicht nur an der Schönheit des Landes, sondern daran, dass dort drei Nationalparks geschaffen wurden. Die Einrichtung eines Boden-Luft-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide lehnt die Fraktion ab. Sie wollen dort sanften Tourismus statt lauter Bomben.
Die Pflege der Kulturlandschaft und naturverträglicher Tourismus haben einen neuen Stellenwert erhalten und Landwirten zusätzliche Einnahmequellen erschlossen. Regionale Wirtschaftskreisläufe und Direktvermarktung stärken zusätzlich die Wertschöpfung vor Ort.
Tourismus und demografischer Wandel:
Die demografischen Veränderungen unserer Gesellschaft werden die touristischen Märkte der Zukunft erheblich beeinflussen. Das ist offensichtlich. Es ist auch offensichtlich, dass viele Leistungsträger der Branche das bisher nicht erkannt haben. Die zukünftig reisende Seniorengeneration ist eine andere als die heutige. Sie sind reiseerfahren, haben einen hohen Mobilitätsanspruch und nicht unerhebliche Konsumerwartungen. Diese Reisegeneration für den Deutschlandtourismus zu gewinnen, ist nicht ganz einfach. Die Senioren von heute fragen besonders nach Angeboten mit Entspannung, Natur und Kultur. Auch gesundheitsfördernde Aktivitäten und Wellness bekommen einen immer höheren Stellenwert. Aber auch der Aspekt der Barrierefreiheit ist wichtig und muss berücksichtigt werden. Bei Barrierefreiheit geht es nicht nur um Mobilität und Unterbringung; sie muss sich vielmehr auf alle Dienstleistungen des Tourismusbereiches erstrecken. Unkomplizierter Gepäcktransport, lesbare Reiseinformationen und vieles mehr gehören dazu. Es muss eine komplette Reisekette von Tür zu Tür sein, die für jeden nutzbar ist.
CO2-Verbrauch und Pauschalreisen:
In Zeiten des Klimawandels sollte auch die Massentourismusindustrie Zeichen setzen und verpflichtet werden, bei ihren Pauschalreiseangeboten die Höhe der transferbedingten CO2-Emissionen auszuweisen. Die Angaben zum CO2-Verbrauch für den Transport bei einer Pauschalreise sind deshalb ein erster Schritt zu mehr Transparenz. Mit der von den Grünen angestrebten Ausweisung hat jede/jeder Reisende selbst die Möglichkeit, seine Reiseentscheidung auch nach der Klimabelastung der Reise zu treffen. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt auf mehr Augenmerk der Verbraucher für verantwortungsvolles Reisen.
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Zum Download: Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2005
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