Nachhaltiger Tourismus ist
ökologisch verträglich, weil
- Aktivitäten unterlassen werden, die Boden, Wasser, belebte Natur oder die Atmosphäre stark negativ beeinträchtigen oder dauerhaft schädigen.
- zur Anreise und Mobilität vor Ort umweltfreundliche Verkehrsmittel gewählt werden.
- touristische Einrichtungen wie Hotels, Restaurants und Freizeitanlagen ressourcenschonende Techniken und Verhaltensweisen nutzen und fördern: Rohstoffe wie Energie, Wasser, Boden, Landschaft und die belebte Natur werden nicht rücksichtslos ausgebeutet und "verbraucht", sondern sinnvoll eingesetzt und dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt.
wirtschaftlich vernünftig, weil
- die Einnahmen aus dem Tourismus zum Einkommen der lokalen Bevölkerung beitragen und die Entwicklungschancen der Region sichern.
- sichere Arbeitsplätze und humane Arbeitsbedingungen für die lokale Bevölkerung geschaffen werden, die deren Lebensqualität verbessern.
- eine wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus vermieden wird und damit die Auswirkungen eines möglichen Rückgangs der Besucherzahlen in der Zukunft abgeschwächt werden.
sozial verträglich, weil
- der Profit nicht nur den großen Reiseveranstaltern in den Herkunftsländern, sondern auch der Region und der lokalen Bevölkerung zu Gute kommt.
- die im Tourismus Beschäftigten faire Löhne erhalten und nicht ausgebeutet werden.
- die vor Ort lebende Bevölkerung an der Planung und Ausführung des Tourismus beteiligt wird.
- die Belastungen für die einheimische Bevölkerung gering gehalten und ihre Bedürfnisse sowie ihr Recht auf Selbstbestimmung berücksichtigt werden.
- kulturelle Werte und Geflogenheiten des Gastlandes respektiert werden.
Quelle: Ö.T.E. (Hrsg.)(2001): Deutschland umweltfreundlich. - Peter Meyer Verlag: Frankfurt am Main.